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Tipps zum Thema Energie



Strom sparen mit der A-Klasse

Energiesparende Geräte sind im unübersichtlichen Marktdschungel nicht einfach zu finden. Die Internetsuchhilfe www.topten.ch ist ein hilfreicher Wegweiser zu den stromsparendsten Haushaltgeräten.

Alle präsentierten Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Lampen und Backöfen gehören zur besten Energieeffizienzklasse. Diese wird durch die farbige energieEtikette sichtbar gemacht. Auf einer 7-stufigen Skala – bezeichnet mit den Buchstaben A bis G – wird die Energieeffizienz der Geräte klassiert. Dabei steht die Farbe Grün mit dem A für den tiefsten Stromverbrauch. Gelb bedeutet Durchschnitt (D). Das rote G bezeichnet die grössten Strom- und Geldfresser.

Beim Kauf eines neuen Gerätes zählt nicht nur der Anschaffungspreis, es sind auch die langfristig anfallenden Kosten für den Strom einzurechnen. Mit Hilfe der Etikette kann die Energieeffizienz auf einen Blick beurteilt werden. Neben dem Energieverbrauch sind z.B. bei den Kühl- und Gefriergeräten die Nutzinhalte von Kühl- und Gefrierteil deklariert. Auf freiwilliger Basis kann auch die Geräuschentwicklung angegeben sein. Beim Kauf von Neugeräten lohnt es sich, die A-Klasse zu wählen. Das ist die bequemste Art, Geld und Strom zu sparen. Auf die gesamte Lebensdauer gerechnet, kann der kleinere Stromverbrauch eines A-Klasse-Gerätes bereits gegenüber eines C-Klasse-Gerätes einige hundert Franken ausmachen.

Wäschetrocknen: Am besten an der Sonne

Die Sonne ist der beste Wäschetrockner. Ihre Energieeinstrahlung übersteigt die Leistung eines elektrischen Trocknungsgerätes bei weitem. Grundsätzlich gilt: Maschinelles Trocknen braucht mehr Energie als das Waschen. Je schneller jedoch die Wäsche in der Waschmaschine geschleudert wird, desto tiefer ist der Energieaufwand fürs Trocknen. Eine Waschmaschine mit der besten Schleuderwirkung (über 1200 Umdrehungen pro Minute) halbiert gegenüber einem schlechten Gerät die Trocknungskosten.

Als Ergänzung zur Wäscheleine an der Sonne sind ein Wärmepumpen-Tumbler oder ein Trockenraum mit Raumluftwäschetrockner sinnvoll. Im Vergleich zu herkömmlichen Kondensationstumblern braucht ein Wärmepumpen-Tumbler nur halb so viel Strom. Die integrierte Wärmepumpe erwärmt und entfeuchtet die Luft. Dabei wird die Wärme zurückgewonnen. In einem Mehrfamilienhaus können so über die Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren über 4000 Franken eingespart werden. Einsparungen in dieser Grössenordnung sind auch mit Raumluft-Wäschetrocknern möglich. Sie saugen feuchte Luft an, kühlen sie ab, lassen die Feuchtigkeit kondensieren und blasen die getrocknete Luft zurück in den Raum. Zum Vergleich: In einem beheizten oder temperierten Trockenraum ohne Trocknungsgerät liegt der (Heiz-)Energieverbrauch mindestens fünf- bis zehnmal höher.

Viel Strom für nichts

Der Druck auf die Aus-Taste der Fernbedienung setzt den Fernseher nur auf ‘Stand-by’. Ein leuchtendes Lämpchen zeigt die ständige Betriebsbereitschaft. Dafür braucht es Strom. Faxgeräte, Drucker, Funktelefone, Kopierer, Computerbildschirme, Scanner, Videorecorder, DVD-Player, Kochherd oder Leuchten: Alle diese Geräte verbrauchen in der Schweiz im Stand-by jedes Jahr so viel Strom wie 200'000 Haushalte. Viele Hifi-Anlagen brauchen sogar Strom, wenn sie abgeschaltet sind.

Für den Stand-by-Verbrauch sind sogenannte Netzgeräte verantwortlich. Sie sind entweder im Gerät selber eingebaut, zum Beispiel bei einem Desktop-Computer. Oder sie verbinden Steckdose und Gerät per Stromkabel mit integriertem Netzteil. Ob Strom fliesst, kann man leicht nachprüfen: Sind Netzgeräte warm, braucht es Strom. Sind sie von schlechter Qualität, geht das ins Geld.

Unsinniger Stand-by-Stromverbrauch lässt sich einfach vermeiden. Achten Sie darauf, dass das Gerät einen tiefen Standby-Verlust unter 1 Watt hat. Das Gerät muss mit einem Aus-Schalter vom Stromnetz getrennt werden können. Sie erkennen das am deutlich hörbaren Klick-Geräusch. Sehr sinnvoll sind Steckerleisten mit Ein/Aus-Schalter: Sie trennen zusammenhängende Gerätegruppen ganz von der Stromzufuhr (z.B. Hifi-Anlage, Computer/Bildschirm/Drucker oder Fernseher/Video/Satelliten-Receiver).

Kühlen und Gefrieren: A++ und A+ wählen

Die Energieetikette hilft, die stromsparendsten Kühl- und Gefriergeräte zu finden. Sie unterteilt den Energieverbrauch in die Klassen A (sparsam) bis G (verschwenderisch). Die besten Kühl-/Gefriergeräte brauchen jedoch 25% bis 64% weniger Strom, als es die Kriterien für die A-Klasse vorschreiben. Deshalb müssen die Bestgeräte mit A+ und A++ gekennzeichnet werden. Ist ein Kühl- oder Gefriergerät über 15 Jahre alt, lohnt sich der Ersatz durch ein Modell der besten Energieeffizienzklassen: Geld sparen ist garantiert. Ist ein Gerät 6- bis 15jährig, sollten die Reparaturkosten 30% des Anschaffungspreises nicht überschreiten.

Unabhängig von Alter und Klassifizierung gilt: Die Temperatur des Kühlschranks ist richtig eingestellt, wenn die Butter gut streichbar ist. Dann und wann lohnt sich eine Temperaturkontrolle mit dem Thermometer. 5°C sind ideal. Eine zu tiefe Kühltemperatur kann den Stromverbrauch unnötig verdoppeln. Was für Kühlschränke gilt, gilt generell auch für Tiefkühlgeräte. Bei der Anschaffung ist neben der Klassifizierung (A++/A+ wählen!) zu beachten, dass Gefriertruhen rund 20% weniger Strom brauchen als vergleichbare Gefrierschränke.

Stromsparlampen sind Geldsparlampen

Die künstliche Beleuchtung kennt im Wesentlichen zwei verschiedene Verfahren: Das Glüh- und das Entladungsprinzip. Glühlampen bringen unter Strom einen Draht zum glühen. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren die beliebten Niedervolt- und Hochvolt-Halogenlampen. Niedervolt ist aber nicht gleichbedeutend mit niedrigem Stromverbrauch. Entladungslampen erzeugen Licht durch eine chemische Reaktion. Dazu gehören Sparlampen oder Leuchtstoffröhren.

Die Lampenverpackungen müssen mit der Energieetikette deklariert sein. Zur besten Energieffizienzklasse A gehören nur Stromsparlampen und Leuchtstoffröhren. Normale Glühlampen zählen zu den Klassen D und E, Niedervolt- und Hochvolthalogenlampen zu den Klassen B bis D. Der Unterschied beim Stromverbrauch ist riesig: Im Vergleich zu Stromsparlampen und Leuchtstoffröhren brauchen Glühlampen 5 mal mehr Strom für die gleiche Lichtqualität.

Der höhere Anschaffungspreis lohnt sich auf jeden Fall: Sparlampen brennen sechs- bis zwölfmal mal länger als Glühlampen. Die Einsparung beträgt während ihrer Lebensdauer - je nach Lampenleistung – rund 100 Franken. Stromsparlampen sind also Geldsparlampen.

Energie im Alltag: Wussten Sie, dass...?

  • Sie bis zu 40 % Strom sparen können, wenn Sie Ihre Wäsche mit 60° statt mit 90° waschen? Sauber und bakterienfrei wird sie auch bei dieser Temperatur.
  • Ihr Computer dann am meisten Strom verbraucht, wenn Sie gar nicht daran arbeiten? Nur 30 % des Stroms braucht er zum Rechnen - rund 70 % aber gehen im Stand-by-Betrieb verloren. Auch Fernseher und Video fressen unnötige Energie, wenn das rote Lämpchen leuchtet. Also: Öfter mal den Ausschaltknopf drücken oder das Gerät ausstecken.
  • Sie auch beim Kühlen eiskalt sparen können? So geht's: Temperaturregler des Kühlschranks auf 6 bis 7°, Gefriertruhe auf minus 18° - das genügt völlig. Eisbildung vermeiden: Keine warmen Speisen in den Kühlschrank und regelmässig abtauen.
  • kochen ohne Deckel viermal so viel Strom braucht wie mit? Deshalb nie ohne Deckel kochen und unnötiges Topfgucken vermeiden. Achten Sie auch darauf, dass die Herdplatte nicht grösser ist als der Topfboden.
  • jedes Grad über 20° Raumtemperatur 6 % mehr Heizenergie kostet? Und dass es sich in angenehm temperierten Räumen wesentlich gesünder lebt als in überheizten? Deshalb: Räume nicht zu sehr aufheizen - 20° reichen meist, vor allem im Schlafzimmer. Heizung regelmässig entlüften und warten lassen. Lieber kurz und kräftig lüften, als die Fenster zu kippen. Keine Möbel oder Gardinen vor die Heizung. Türen von beheizten Räumen geschlossen halten.

Energiesparendes Kochen

In einem Durchschnittshaushalt werden etwa 13 % des Stroms für Kochen und Backen verbraucht – etwa gleich viel wie für das Geschirrspülen oder die Beleuchtung. Köchinnen und Köche können mit ihrem Kochverhalten den Energieverbrauch entscheidend reduzieren. Empfehlung Nummer eins: Auf das Vorheizen des Backofens verzichten. Diese Empfehlung aus Kochbüchern verursacht sinnlosen Energieverbrauch. Ein paar einfache Regeln helfen Ihnen, energiesparend zu kulinarischen Höhenflüge anzuheben.
  • Deckel drauf: Kochen in offenen Pfannen ist wie heizen eines Gebäudes ohne Dach. Weil der Wasserdampf entweicht, muss dem Kochgut ständig neue Hitze zugeführt werden. Kochen mit Deckel braucht rund 30% weniger Energie.
  • Isolierpfannen: In doppelwandigen Isolierpfannen wird der Stromverbrauch gegenüber nichtisolierten Pfannen um 50% reduziert. Zudem bleibt das Essen ohne zusätzliche Erwärmung über längere Zeit warm.
  • Dampfkochtopf: Die Kochzeit wird auf einen Drittel reduziert, weil die Speisen unter hohen Druck gesetzt werden. Ein Voressen, das im Dampfkochtopf zubereitet wird, braucht 50% weniger Strom als in einer normalen Pfanne.
  • Wasserkocher: Wasser sieden in einem separaten Wasserkocher braucht 50 % weniger Strom als in der Pfanne.
Und last but not least: Das Dreiminuten-Ei in einer Pfanne mit 1 cm Wasser und Deckel drauf braucht 50 % weniger Strom als die Zubereitung in einer Pfanne voll siedendem Wasser.